HIETZING

Analyse
Zwischen 1949 und 1959 stellte die ÖVP die Bezirksvorstehung, ehe die SPÖ den Bezirk für eine Periode – damals vier Jahre – übernahm. 1964 gewann die ÖVP zurück, doch schon 1969 folgten zwei weitere Amtsperioden für die SPÖ. Erst bei der Wahl 1978 setzte sich die ÖVP endgültig durch und hält die Bezirksvorstehung seither ohne Unterbrechung. Die Stellvertretung wechselte in dieser Zeit regelmäßig zwischen SPÖ und ÖVP – und wird bis heute von diesen beiden Parteien dominiert.
Die SPÖ befindet sich seit 1973 in einem stetigen Abwärtstrend. Lediglich 2001 und 2005 konnten Zugewinne erzielt werden – allerdings nicht ausreichend, um die ÖVP zu überholen. Die ÖVP selbst erlebte seit 1949 ein ständiges Auf und Ab, bis sie ab 1969 dauerhaft zulegen konnte. Seit 1987 schwankt sie wieder, ehe 2025 der Tiefpunkt folgte: Mit einem Minus von 16 Prozent fuhr sie ihr schlechtestes Ergebnis überhaupt ein. Die FPÖ entwickelt sich in Hietzing ähnlich wie in anderen Bezirken: ab 1983 ein stetiger Anstieg, Rückgänge 2001, 2005 und 2020, gefolgt von einem neuerlichen Aufwärtstrend ab 2025. Die Grünen konnten nach kleineren Rückschlägen in den Jahren 1996, 2010 und 2015 kontinuierlich wachsen und erreichten 2025 ihr bisher bestes Resultat. Auch die NEOS legten zu und erzielten in Hietzing 2025 eines ihrer stärksten Ergebnisse – sogar stärker als die FPÖ. Die KPÖ legte seit 2010 zu und erreichte 2025 schließlich ein Mandat.
Historische Best- und Schlechtestergebnisse
Die SPÖ erreichte ihr bestes Ergebnis im Jahr 1973 mit 45,89 % und fiel 2020 mit 22,28 % auf ihren niedrigsten Wert zurück. Die ÖVP erzielte 1983 mit 51,35 % ihr historisch bestes Resultat, während sie 2025 mit 28,04 % ihr schwächstes Ergebnis verzeichnete. Die FPÖ erreichte 1996 mit 16,84 % ihr Höchstresultat, während sie 2020 mit nur 3,90 % ihren Tiefpunkt hatte. Die Grünen erzielten 2025 mit 18,93 % ihr bislang bestes Ergebnis, ihr schwächstes lag 1983 bei ihrem ersten Antreten mit 2,07 %. Die NEOS erreichten 2025 mit 13,60 % ihr bestes Ergebnis, ihr niedrigstes lag 2005 bei lediglich 0,51 %.