OTTAKRING

Analyse
Die Bezirksvorstehung liegt seit jeher fest in SPÖ-Hand. Die Stellvertretung wurde bis 1991 von der ÖVP gestellt, ehe sie an die FPÖ überging. Diese konnte sie sogar 2005 verteidigen – in einem Jahr, in dem FPÖ, ÖVP und Grüne praktisch gleichauf um den zweiten Platz kämpften. 2020 schließlich eroberten die Grünen die Stellvertretung und konnten sie auch 2025 halten. Dennoch rückt die FPÖ dem zweiten Platz wieder zunehmend näher.
Die SPÖ erzielte ihr bestes Ergebnis 1973 und befindet sich seither im Abwärtstrend. Lediglich 2001 und 2005 brachte sie kleine Zugewinne ein, die in den Folgejahren wieder verloren gingen. Die ÖVP sinkt seit 1983 kontinuierlich, unterbrochen nur durch kurze Zwischenhochs 2005 und 2020. Die FPÖ zeigt – wie in vielen Bezirken – starke Schwankungen: Nach deutlichen Zugewinnen ab 1996 folgten massive Verluste 2005 und 2020, bevor sie 2025 wieder zulegen konnte. Die Grünen steigen seit ihrem ersten Antreten fast ununterbrochen, einzig 1996 verzeichneten sie ein kleines Minus. Die NEOS erzielen lediglich minimale Zugewinne, während die KPÖ seit 2015 langsam, aber stetig wächst. Eine Besonderheit stellt die migrantische Liste GFW/SÖZ dar, die 2020 ein Mandat erzielte und bei der darauffolgenden Wahl 2025 jenes Mandat verlor.
Historische Best- und Schlechtestergebnisse
Die SPÖ erreichte ihr bestes Ergebnis 1973 mit 67,71 % und fiel 2025 mit 37,40 % auf ihren schwächsten Wert zurück. Die ÖVP erzielte 1983 mit 29,10 % ihr historisches Spitzenergebnis, während sie 2025 mit 8,94 % ihr schlechtestes Resultat verbuchte. Die FPÖ kam 1996 mit 30,59 % auf ihr bestes Ergebnis, während sie 1954 beim zweiten Antreten mit 4,42 % ihren Tiefpunkt erreichte. Die Grünen verbuchten 2025 mit 20,56 % ihr bislang bestes Ergebnis, ihr schwächstes lag 1983 bei ihrem ersten Antreten mit nur 2,15 %. Die NEOS erreichten 2025 mit 7,30 % ihr bestes Ergebnis, während sie 2005 mit 0,53 % ihren niedrigsten Wert einfuhren.