WÄHRING

Analyse
Von 1949 bis 2015 regierte die ÖVP den Bezirk durchgehend. In den 1960er- und 1970er-Jahren lieferten sich ÖVP und SPÖ zwar ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch die ÖVP konnte ihre Dominanz behaupten – bis 2015 die Grünen übernahmen. Seither haben die Grünen den Abstand zur ÖVP stetig vergrößert. Die Stellvertretung lag während der ÖVP-Dominanz regelmäßig bei der SPÖ. Mit der Eroberung der Bezirksvorstehung durch die Grünen wechselte die Stellvertretung zur ÖVP.
Die SPÖ befindet sich seit 1973 in einem anhaltenden Abwärtstrend. Ein kurzes Hoch 2001 und 2005 blieb Episode; 2025 fiel sie schließlich auf ihr historisch schwächstes Ergebnis im Bezirk zurück. Ähnlich erging es der ÖVP: Ihr Spitzenwert von 1983 wurde nie wieder erreicht, nach einem kleinen Zwischenhoch 2005 ging es weiter bergab – bis auch sie 2025 ihr schlechtestes Ergebnis einfuhren. Die FPÖ schien bis 1996 im Aufwärtstrend zu sein, konnte jedoch nie mehr als den dritten Platz erringen. Verluste 2015 und 2020 setzten diesen Trend fort. Die Grünen hingegen steigern sich seit ihrem ersten Antreten 1983 kontinuierlich – Verluste gab es nie. Mit dem knappen Sieg 2015 eroberten sie erstmals die Bezirksvorstehung und bauten ihre Position 2020 und 2025 mit zweistelligen Zugewinnen massiv aus. Die NEOS legen seit 2015 leicht zu, ebenso die KPÖ, wenn auch auf niedrigem Niveau.
Historische Best- und Schlechtestergebnisse
Die SPÖ erreichte ihr bestes Ergebnis 1973 mit 42,23 % und fiel 2025 mit 15,49 % auf ihren niedrigsten Wert. Die ÖVP kam 1983 mit 52,62 % auf ihr historisches Spitzenergebnis, während sie 2025 mit 17,85 % ihren schwächsten Wert verzeichnete. Die FPÖ erzielte 1996 mit 19,59 % ihr bestes Ergebnis, während sie 2020 mit 2,74 % ihr schlechtestes Resultat erreichte. Die Grünen verbuchten 2025 mit 43,03 % ihr bislang bestes Ergebnis, während sie 1983 - bei ihrem ersten Antreten - mit nur 2,92 % ihr schwächstes erzielten. Die NEOS erreichten 2025 mit 10,02 % ihren Höchstwert, während sie 2010 mit 1,49 % ihr schwächstes Ergebnis einfuhren.