21. Bezirk

FLORIDSDORF

Wappen FLORIDSDORF
Kurzinfo: Floridsdorf präsentiert sich traditionell als klassischer Außenbezirk mit einer starken SPÖ-Hochburg – doch der Druck durch die FPÖ nimmt stetig zu.

Analyse

Seit 1949 wird die Bezirksvorstehung ununterbrochen von der SPÖ gestellt. Die Stellvertretung lag bis 1996 in den Händen der ÖVP, ehe sie an die FPÖ verloren ging. Nur 2020 konnte die ÖVP dieses Amt kurzfristig zurückerobern, verlor es aber bereits bei der Wahl 2025 wieder an die Freiheitlichen. Im Bezirk zeigt sich somit ein - wenn auch seltener - Zweikampf um den zweiten Platz, während die Spitzenposition der SPÖ meist außer Reichweite bleibt. Eine Ausnahme bildete die Wahl 2015, als die SPÖ einer Ablöse durch die FPÖ knapp entging.

Die SPÖ befindet sich seit 1973 im Abwärtstrend. Zwischenhochs 2001, 2005 und 2020 konnten daran nur wenig ändern. Die ÖVP stagnierte zunächst, ehe sie 1983 massiv einbrach. Ein kurzes Hoch 2005 blieb folgenlos, lediglich 2020 brachte einen Ausreißer, der sich im Nachhinein als Episode erwies. Die FPÖ hingegen zeigt ihr typisches Muster aus starken Zugewinnen und Verlusten – doch Floridsdorf zählt zu ihren Hochburgen. 2015 gelang ihr hier eines der besten Ergebnisse in ganz Wien, nur rund ein Prozent von der Bezirksvorstehung entfernt. Die Grünen verharren meist auf Platz drei oder vier und mussten 1996, 2010, 2015 sowie 2025 Verluste hinnehmen. Die NEOS legen langsam, aber stetig zu, ähnlich wie die KPÖ, die minimale, aber kontinuierliche Gewinne verbuchen kann. Eine Besonderheit stellen in Floridsdorf einige Kleinparteien: 2005 gewann das BZÖ ein Mandat und somit ihr erstes und einzige in ganz Wien, welches sie 2010 wieder verloren. 2010 zog die FPÖ-Abspaltung "WIR FÜR FLORIDSDORF (WIFF)" mit zwei Mandaten in die Bezirksvertretung und konnte diese bei den Wahlen 2015 und 2020 auf drei Mandate ausbauen, ehe sie 2025 mit der FPÖ fusionierte.

Historische Best- und Schlechtestergebnisse

Die SPÖ erreichte ihr bestes Ergebnis im Jahr 1973 mit 70,17 % und ihr schwächstes Ergebnis im Jahr 2015 mit 38,36 %. Die ÖVP erzielte 1983 mit 24,16 % ihren Höchstwert, während sie 2015 mit 6,48 % auf ihr schlechtestes Resultat fiel. Die FPÖ verbuchte 2015 mit 37,15 % ihr bestes Ergebnis überhaupt, während sie 1954 bei ihrem zweiten Antreten mit 2,41 % ihren Tiefpunkt erreichte. Die Grünen erzielten 2005 mit 9,67 % ihr bislang bestes Ergebnis, während sie 1983 bei ihrem ersten Antreten mit 1,76 % am schlechtesten abschnitten. Die NEOS schließlich kamen 2025 mit 6,19 % auf ihr bestes Resultat, während sie 2005 mit nur 0,39 % ihr schwächstes Ergebnis erzielten.

Grafiken & Daten

Wie sich die Parteien im Bezirk geschlagen haben

So verteilen sich die Sitze in der Bezirksvertretung

Wer hatte das Sagen im Bezirk?

Historische Hochs und Tiefs der Parteien im Bezirk