MARGARETEN

Analyse
Seit 1949 wurde Margareten von der SPÖ regiert. Die stellvertretende Bezirksvorstehung hatte bis 1991 die ÖVP inne, ehe sie an die FPÖ überging. 2005 gewannen die Grünen diesen Posten und bauten seither ihren Stimmenanteil kontinuierlich aus, bis 2025 die Bezirksvorstehung an sie wanderte. Die intern zerstrittene SPÖ verlor somit nach über 76 Jahren die Bezirksvorstehung.
Die SPÖ verliert seit 2005 - trotz minimaler Wahlerfolge - im Bezirk an Stimmen. Dieser Abwärtstrend zeichnet sich seit 1983 – bis auf einige minimale Zugewinne – auch bei der ÖVP ab, welche mit der Wahl 2025 den letzten Platz im Bezirk erhielt. Die FPÖ hingegen zeigt ein bekanntes Muster wie in anderen Bezirken mit starken Zugewinnen und starken Verlusten in einem Zeitraum von 20 Jahren. Die Grünen erreichten 2005 ihr bis dahin bestes Ergebnis, mussten danach mit minimalen Verlusten rechnen, bauten aber ab 2015 ihr Ergebnis immer weiter aus, bis 2025 die Bezirksvorstehung an sie ging. Die NEOS steigerten sich, wenn auch leicht. Die KPÖ verzeichnet seit 2015 stetigen Zuwachs und erreichte 2025 ihr bestes Ergebnis jemals.
Historische Best- und Schlechtestergebnisse
Die SPÖ erreichte 1973 ihr bestes Ergebnis mit 59,87 %, während sie 2025 mit 31,05 % ihr schwächstes Resultat einfuhr. Die ÖVP erzielte ihr Maximum 1983 mit 35,52 % und ihr Minimum 2025 mit 6,84 %. Die FPÖ kam 1996 auf ihr Rekordergebnis von 26,86 % und ihr schlechtestes beim zweiten Antreten mit 3,98 %. Die Grünen erreichten ihr bestes Ergebnis 2025 mit 32,45 % und ihr schwächstes beim erstmaligen Antreten 1983 mit 3,60 %. Das stärkste Wahlergebnis verzeichneten die NEOS 2025 mit 8,54 %, während sie das schwächste 2005 mit 0,6 % verzeichneten.