SIMMERING

Analyse
Seit Beginn der Zweiten Republik stellt die SPÖ die Bezirksvorstehung. Eine Ausnahme bildete die Wahl 2015, als die FPÖ mit weniger als einem Prozent Vorsprung den einzigen Bezirkssieg ihrer Geschichte in Wien erringen konnte und für fünf Jahre die Bezirksvorstehung innehatte. Bei der darauffolgenden Wahl eroberte die SPÖ den Bezirk zurück und konnte ihre Position seither stabilisieren, auch 2025. Die Stellvertretung liegt seit 1991 durchgehend bei der FPÖ, die ÖVP hat diesen Anspruch längst aufgegeben.
Die SPÖ befindet sich seit 1973 im Abwärtstrend, lediglich 2001 und 2005 konnten Zugewinne erzielt werden. Seit 2020 sind nur minimale Verbesserungen im Nachkommabereich erkennbar. Die ÖVP verliert seit 1983, ein kleines Hoch 2020 blieb Episode. Die FPÖ dagegen konnte in Simmering eine stabile Hochburg aufbauen: seit 1983 wächst ihre Wählerschaft, mit Ausnahmen 2001, 2005 und 2020. Selbst in der Wahl 2020, als die Partei in vielen Bezirken auf historische Tiefstwerte fiel, erreichte sie in Simmering knapp 29 % – ihr bestes Bezirksresultat in ganz Wien. Die Grünen stagnieren im einstelligen Bereich und verzeichneten 2025 erneut ein Minus. Die NEOS hingegen konnten leichte Zugewinne erzielen, blieben aber marginal. Ähnlich ist die Entwicklung bei der KPÖ. Eine Besonderheit im Bezirk ist, dass zwischen 2015 und 2025 die migrantische GFW/SÖZ ein Mandat stellte.
Historische Best- und Schlechtestergebnisse
Die SPÖ erreichte ihr bestes Ergebnis 1973 mit 71,76 % und ihr schwächstes 2015 mit 40,83 %. Die ÖVP erzielte 1964 mit 24,42 % ihren Höchstwert, ihr Tiefpunkt lag 2015 bei 5,00 %. Die FPÖ kam 2015 mit 41,76 % auf ihr bestes Resultat, während sie 1954 beim zweiten Antreten mit 2,42 % ihr schwächstes Ergebnis einfuhr. Die Grünen schließlich erreichten 2005 mit 7,87 % ihren Höchstwert, das schwächste Resultat war 1983 beim ersten Antreten mit 1,62 %. Das beste Resultat für die NEOS war bei ihrem allerersten Antritt 1996 mit 5,02%. Ihre bisher schlechteste Leistung war das Wahlergebnis 2005 mit 0,28%