NEUBAU

Analyse
42 Jahre lang wurde Neubau von einer ÖVP-Bezirksvorstehung und einer SPÖ-Stellvertretung regiert, ehe sich das Blatt wendete und die SPÖ für zwei Wahlperioden die Bezirksvorstehung übernahm, während die ÖVP auf Platz 2 zurückfiel. Mit der Wahl 2001 katapultierten sich die Grünen vom vierten Platz an die Spitze und regieren seither den Bezirk. Die SPÖ liegt seitdem konstant auf Platz 2. Damit stellte Neubau den ersten grünen Bezirksvorsteher in der Wiener Kommunalgeschichte.
Die SPÖ verliert seit 1973 kontinuierlich an Stimmen im Bezirk und konnte – mit Ausnahme des Jahres 2001 – keine Zuwächse verzeichnen. Ähnliches gilt für die ÖVP, die seit 1978, abgesehen von wenigen Ausnahmen, stetig an Bedeutung verliert. Die FPÖ verfügt, wie in anderen innenstädtischen Bezirken, über keine starke Wählerbasis und erzielt nur schwache Ergebnisse. In der Regel schwankt sie zwischen dem dritten, vierten und fünften Platz. Die Grünen konnten seit ihrem erstmaligen Antreten 1983 – abgesehen von zwei Ausnahmen 1996 und 2015 – kontinuierliche Zugewinne verbuchen. 2001 katapultierten sie sich mit einem Zuwachs von fast 14 % an die Spitze. Auch die NEOS konnten sich leicht steigern, allerdings nicht von den Verlusten der ÖVP profitieren. Die KPÖ verzeichnet seit 2010 stetige Zugewinne und erreichte 2025 ihr bestes Ergebnis überhaupt.
Historische Best- und Schlechtestergebnisse
Die SPÖ erzielte ihr bestes Ergebnis 1973 mit 42,84 %, während sie 2025 mit 20,40 % ihr schwächstes Resultat einfuhr. Die ÖVP erreichte ihr Maximum 1978 mit 51,98 % und ihr Minimum 2025 mit 7,68 %. Die FPÖ kam 1996 auf ihr Rekordergebnis von 19,68 % und verzeichnete ihr schlechtestes Ergebnis 2020 mit 2,98 %. Die Grünen erreichten ihr bestes Ergebnis 2025 mit 48,13 % und ihr schwächstes beim erstmaligen Antreten 1983 mit 4,92 %. Das beste Bezirksergebnis der NEOS war 1996 mit 10,21 %, das schlechteste 2010 mit 1,11 %.